Arbeit wieder aufgenommen…

Der Oktober war so dermaßen vollgepackt mit Vorträgen und Tagungen – genauer gesagt: sieben Vorträge in dreieinhalb Wochen -, dass ich nicht wirklich dazu gekommen bin, am Buch weiter zu schreiben. Aber ich habe eine ganze Reihe von Anregungen und Ideen gesammelt, die teilweise als Stichworte bereits in meinem Manuskript stehen1, teilweise noch in einem Notizbuch auf das Übertragen warten. Darunter sind, neben den bereits gebloggten Überlegungen zu Netzwerkplattformen, beispielsweise Gedanken zum produsage-Konzept von Axel Bruns oder zu den politischen und ökonomischen Auswirkungen der neuen vernetzten Öffentlichkeiten; überhaupt die (naheliegende) Überlegung, den Begriff der „vernetzten Öffentlichkeit“ als Oberbegriff für die verschiedenen Teilöffentlichkeiten zu verwenden, in denen journalistische, organisatorische und nutzerproduzierte Inhalte aufeinander Bezug nehmen und zusammenfließen.

Nach einigen Tagen der Erholung, des geistigen Sammelns und Abarbeitens verschiedener anderer Dinge bin ich heute dazu übergegangen, einen ersten Stapel der „gestapelten Erkenntnis“ durchzugehen; er liefert Material für das dritte Kapitel, in dem ich den praxistheoretischen Analyserahmen skizziere. Dieses Kapitel wird deswegen interessant, weil ich einige der Zusammenhänge schon im Weblog-Buch entwickelt habe, sie aber zum einen um weitere Gedanken aus der sozialwissenschaftlichen Praxistheorie, zum anderen um eine systematische Diskussion der drei Handlungskomponenten Identitäts-, Beziehungs- und Informationsmanagement ergänzen möchte. Die tauchen im Weblog-Buch zwar schon auf, aber eben noch nicht sonderlich ausführlich. Und schließlich merke ich, dass insbesondere zur Rolle von Software-Code noch einiges zu schreiben ist…

  1. Was u.a. dazu führt, dass das Manuskript im Moment eine eigentümliche Mischung aus Textteilen und Erinnerungen für mich selbst darstellt… []

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