Rezension auf socialnet.de
Thomas Molck hat für das Portal socialnet.de eine ausführliche Rezension des Buches verfasst, die zu dem freundlichen Fazit kommt:
Diese Publikation beschäftigt sich wie kaum eine andere mit dem gesamten Komplex des „neuen Netzes“. Die einleitende geschichtliche Einordnung und Beschreibung ist sehr gut geeignet, sich zunächst ein Bild davon zu machen, was mit Bezeichnungen wie „Web 2.0“, „Social Web“ oder eben auch „Das neue Netz“ überhaupt gemeint ist. Sie ist aufgrund des sehr verständlichen und trotzdem nicht verkürzenden Stils besonders gut zum Einstieg zu empfehlen.
In den folgenden Kapiteln entwickelt Schmidt eine sehr gut nachvollziehbare sozialwissenschaftliche Analyse des neuen Netzes und legt damit auch eine gute Grundlage zur weitergehenden Beschäftigung mit dem gesamten Komplex oder auch bestimmten Teilbereichen. Diese überzeugt vor allem in der Strukturierung der neuen Praktiken in das Identitäts-, Beziehungs- und Informationsmanagement. Für die in den folgenden Kapiteln erörterten Ansätze wäre eine Einordnung in diese Grundstruktur vielleicht stringenter gewesen, als die Betrachtung von persönlichen und weitergehenden Öffentlichkeiten und den Umgang mit Informationen und Wissen mehr oder weniger aneinanderzureihen.
Rezension im rkm-Journal
Im rkm-Journal, einem Online-Rezensionsjournal des Halem-Verlags, ist eine Rezension des Buches erschienen. Wolfgang Schweiger schließt seine Besprechung mit dem Fazit:
Schmidt ist einer der wenigen Soziologen bzw. Kommunikationswissenschaftler, die das Social Web nicht nur vollständig kennen, verstehen und mit Begeisterung nutzen, er analysiert es auch nüchtern und weitgehend objektiv. “Das neue Netz” ist gegenwärtig sicherlich die beste Publikation zum derzeitigen Modethema, auch wenn das Buch eher deskriptiv und erklärend geraten ist. Aus wissenschaftlicher Sicht steht zu hoffen, dass Schmidt sein Potenzial nutzt und bald einen in sich schlüssigeren theoretisch-empirischen Buchbeitrag vorlegt – zuzutrauen ist es ihm.
PS: Sehr treffend und bedenkenswert ist auch folgende Bemerkung:
“Und natürlich gibt es auch einen Blog zum Buch (…) Und wie es in der wissenschaftlichen Community so ist, halten sich die Leser weitgehend mit Reaktionen zurück. An dieser Kultur des “Lieber-Nicht-Diskurses” jenseits lebenslaufrelevanter Publikationen und jenseits der Biertische an langen Tagungsabenden ändert auch ein Blog als neuer Medienkanal nur wenig.”
Reaktionen auf das Buch
In den ersten Wochen nach Erscheinen des Buches war es für mich vor allem spannend, die unterschiedlichen Rückmeldungen an verschiedenen Orten im Netz zu verfolgen.
Eine sehr unmittelbare Form des Feedbacks bietet Amazon mit dem Verkaufsrang – im Moment gerade steht es auf Rang ~30.000, es war allerdings zu Beginn des Verkaufs zeitweilig mal bis auf Rang 3.010 hochgeschnellt.

Zudem ist es spannend, dass sich nun nach und nach die “Amazon-Nachbarschaft” herauskristallisiert, also die Bücher, die in Kombination mit meinem gekauft wurden. Inzwischen finde ich mich dort in illustrer Gesellschaft von z.B. Yochai Benkler und Clay Shirky wieder, aber auch von Sascha Lobo.
Eine andere Art von Rückmeldung kam über Twitter, nämlich von Menschen, die das Buch bestellt oder bereits erhalten haben. Über die Facebook-Fanseite sowie via Mail kamen auch einige weitere Hinweise auf Fehler (besten Dank!), die ich in die Errata-Seite aufgenommen habe. Vom Verlag schließlich weiß ich, dass auch schon eine Reihe von Anfragen nach Rezensionsexemplaren eingegangen sind.
In den kommenden Wochen wird es deswegen möglicherweise die ersten etwas ausführlichen Reaktionen und Besprechungen geben. Ich freue mich darauf!



