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	<title>Das neue Netz &#187; Theoretisches</title>
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	<description>Das Blog zum Buch</description>
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		<title>Informationsmanagement in Wikis und Bookmark-Systemen</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 22:18:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vergangene Woche habe ich beim Workshop &#8220;Im Netz der Dienstleistungen&#8221; einen Vortrag über &#8220;Enzyklopädien des 21. Jahrhunderts&#8221; gehalten, in dem ich Wikipedia und Verschlagwortungssystemen als innovative Formen beschrieben habe, im Internet Wissen zu sammeln und zu organisieren. Die einschlägige Literatur zu Tagging-Systemen hatte ich mit meiner studentischen Mitarbeiterin Julia Gutjahr schon für die Expertise &#8220;Themenscan [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vergangene Woche habe ich beim Workshop &#8220;<a href="http://www.zirp.de/index.php?option=com_events&amp;task=view_detail&amp;agid=171&amp;year=2008&amp;month=12&amp;day=04&amp;Itemid=66">Im Netz der Dienstleistungen</a>&#8221; einen Vortrag über &#8220;Enzyklopädien des 21. Jahrhunderts&#8221; gehalten, in dem ich Wikipedia und Verschlagwortungssystemen als innovative Formen beschrieben habe, im Internet Wissen zu sammeln und zu organisieren. Die einschlägige Literatur zu Tagging-Systemen hatte ich mit meiner studentischen Mitarbeiterin Julia Gutjahr schon für die Expertise &#8220;<a href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/forschung/themenscan-im-internet">Themenscan im Internet</a>&#8221; aufgearbeitet; für den Vortrag konnte ich jetzt auch einiges an Literatur zur Wikipedia nochmal sichten, um es dann auch für das Buch zu verwenden.</p>
<p>Dies umfasst zum einen grundlegende Informationen zur Entstehung und zum Gebrauch der Wikipedia, vor allem aber drei Varianten, wie die Dynamik der kollaborativen Erstellung einer Online-Enzyklopädie untersucht wird:</p>
<ul>
<li>Motivationspsychologische Arbeiten, die die Mitarbeit an der Wikipedia aus den individuellen Motiven der Autoren erklären; Schroer/Hertel haben bspw. Faktoren ermittelt, die den Zeitaufwand und die Zufriedenheit mit dem eigenen Enagegement beeinflussen, darunter u.a. wahrgenommene Merkmale der eigenen Aufgaben (Handelt man autonom? Hat das eigene Editieren eine Bedeutung für das gesamte Werk?) und die Identifizierung mit der Wikipedia-Gemeinschaft.</li>
<li>Netzwerk- bzw. positionsbezogene Analysen, wie sie v.a. von Christian Stegbauer durchgeführt werden; demnach lässt sich Beteiligung vor allem durch die Einbindung in eine Gemeinschaft der Engagierten, also aus den Bindungen, Verpflichtungen und Zuständigkeiten erklären, die durch das Hineinwachsen in den Kreis der &#8220;Wikipedianer&#8221; erfolgt.</li>
<li>Schließlich untersuchen diskurstheoretische Arbeiten, wie Artikel in &#8220;diskursiven Regimes&#8221; ausgehandelt werden und wie Konflikte über bestimmte Inhalte durch das Mobilisieren von Machtressourcen entschieden werden; hierzu gehören die Arbeiten von Christian Pentzold, aber auch der Vortrag von Thomas Roessing bei der Fachgruppentagung zu Politik 2.0 in Ilmenau.</li>
</ul>
<p>Gibt es noch Varianten, die ich nicht berücksichtigt habe?</p>
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		<title>Routinen, Gewohnheiten und *-management</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Oct 2008 01:33:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theoretisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Arbeit am Kapitel zu den praxistheoretischen Grundlagen für meine Analysen bin ich auf einen Punkt gestoßen, der mir im Moment noch etwas zu schaffen macht, weil er sich letzlich auch auf meine Unterscheidung der Handlungskomponenten des Identitäts-, Beziehungs- und Informationsmanagements auswirkt.
Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass Praktiken repetitive Handlungsmuster darstellen; diese Handlungsmuster können aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Arbeit am Kapitel zu den praxistheoretischen Grundlagen für meine Analysen bin ich auf einen Punkt gestoßen, der mir im Moment noch etwas zu schaffen macht, weil er sich letzlich auch auf meine Unterscheidung der Handlungskomponenten des Identitäts-, Beziehungs- und Informationsmanagements auswirkt.</p>
<p>Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass Praktiken repetitive Handlungsmuster darstellen; diese Handlungsmuster können aber unterschiedlich &#8216;fundiert&#8217; sein: Einerseits kann es sich um Wiederholungen von Handlungen handeln, denen zumindest zu Beginn bestimmte bewusste Reflexionen zugrundelagen; die Routinisierung dient dann gerade dazu, diese Reflexion nicht wieder und wieder vornehmen zu müssen, wirkt also entlastend und komplexitätsreduzierend. Andererseits kann es sich um Wiederholungen von Handlungen handeln, die nie wirklich reflektiert wurden, sondern eher einem von vorneherein unbewusst ausgeübten Tun entsprechen (bei Bourdieu wären das &#8216;Ergebnisse&#8217; des Habitus).</p>
<p>In diesem Zusammenhang finde ich den Gedanken von Bongaerts<sup>1</sup> hilfreich, der zwischen Routinen und Gewohnheiten unterscheidet:</p>
<blockquote><p>„Es lässt sich leicht festhalten, dass ‚Routine&#8217; offenkundig ein ursprünglich bewusst trainiertes Handeln bezeichnet, während ‚Gewohnheiten&#8217; ihrem Bedeutungsgehalt nach auch und gerade auf der Aneignung von Verhaltensweisen beruhen, die nicht das Bewusstsein im Sinne eines Entwurfs, Ziels oder Plans durchlaufen haben müssen, die also auch nicht die Form propositionalen Wissens annehmen müssen.&#8221; (S. 256).</p></blockquote>
<p>Ich habe bisher zur Kennzeichnung von Praktiken, insbesondere ihres regelhaften Charakters immer gerne den Begriff der Routine in Kombination mit Erwartungen kommunikativer Gegenüber (ob nun in Form personalisierter oder generalisierter Anderer) gebraucht. Im Begriff des (Identitäts-, Beziehungs-, Informations-)<em>Managements </em>klingt ja auch an, dass hier bestimmte &#8216;Techniken&#8217; angewandt werden &#8211; zwar nicht unbedingt im Sinn des immer-rational-Geplanten<sup>2</sup> aber zumindest im Sinne des bewussten Gestaltens: Networking auf XING, das Ausfüllen eines Profils auf wer-kennt-wen, die Produktion eines Videos für YouTube, das Einfügen von [via]-Links in einem Blogeintrag wären solche Beispiele.</p>
<p>Was ich mich nun frage: Kann man im Id.-, Bez.- und Inf.-Management der vernetzten Öffentlichkeiten des neuen Netzes neben Routinen auch Gewohnheiten entdecken, im oben genannten Sinn von vor- oder unbewussten Verhaltensweisen? Was könnten hierfür Beispiele sein?</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_87" class="footnote">Bongaerts, Gregor (2007): Soziale Praxis und Verhalten &#8211; Überlegungen zum Practice Turn in Social Theory. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 36, Nr. 4, 2007. S. 246-260.</li><li id="footnote_1_87" class="footnote">Das ist angesichts von Handlungsketten und Folgewirkungen, die für Einzelnen rasch unüberschaubar werden, auch eine illusorische Annahme.</li></ol>]]></content:encoded>
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