Nach einer wohlverdienten Ruhepause am Sonntag haben Florian und ich uns heute an die Nachorganisation unseres Workshops gemacht, mit so profanen Tätigkeiten wie
- die Bücher vom Büchertisch zurück zur Buchhandlung bringen - interessanterweise wurde kein einziges Printexemplar verkauft;
- das WLAN-Equipment zurück zum Rechenzentrum bringen und eine Packung Merci dazulegen, weil alles so gut funktioniert hat;
- die Kasse aufmachen und beim Anblick der vielen Quittungen entscheiden, das erst morgen in Angriff zu nehmen…
Eine besonders schöne Aufgabe der Nachorganisation ist der Dank danach. Und zu danken haben wir wirklich: Der Workshop verlief aus unserer Sicht in sehr angenehmer, produktiver Atmosphäre und hat inzwischen schon eine ganze Reihe von Reaktionen nach sich gezogen. Für den reibungslosen Ablauf waren vor allem unsere studentischen Mitarbeiter zuständig, die - in modisch schicken T-Shirts - hinter und vor den Kulissen sehr fleißig gewerkelt haben: Antonia Michael, Nadine Knüpfer, Tom Binder, Oda Riehmer und Martin Wilbers - ganz herzlichen Dank an Euch!
Aber selbst wenn die Rahmenbedingungen passen: Zu einem gelungenen Workshop gehören auch diskussionsfreudige und offene Teilnehmer/innen, und die waren auf jeden Fall anwesend! In der abschließenden Diskussion am Samstag hoben einige besonders den Zeitplan hervor, bei dem sich Plenarvorträge und offene Diskussionsphasen abwechselten. Dieses Format können wir für ähnliche Veranstaltungen nur weiter empfehlen, weil sie eine ganz eigene Art von Gesprächen fördern, die man in der Plenarsituation nicht erreichen kann. Einzig unser Angebot, auf Metaplanwänden die Ergebnisse dieser Diskussionen festzuhalten, wurde nur vereinzelt angenommen; bei einer zukünftigen Veranstaltung müssten wir überlegen, wie/ob wir dies anders lösen können.
Was uns eigentlich erst im Nachhinein bewusst wurde: Der Workshoptitel “Das neue Netz?” war ja bewusst mit Fragezeichen versehen, weil es eben keinen grundsätzlichen Bruch in der Technik oder den Praktiken gibt. Darauf hätten wir auch schon früher kommen können, wie folgendes Foto vom get together beweist:

Web 2.0 schon 474 Jahre alt?
“Das neue Netz” lässt sich aber auch anders interpretieren, nämlich auf die Vernetzung der Teilnehmer/innen untereinander. Wir haben im Lauf der Tage alle Personen gebeten, auf einer Metaplan-Wand die Verbindungen zwischen sich und den übrigen Teilnehmer/innen aufzuzeichnen. Das Kriterium war: Welche Person habe ich vor dem Workshop schon mal ‘im echten Leben, also offline getroffen? Das ergab folgendes schönes Netzwerk - einmal in der Rohfassung, einmal in der schnieken Visualisierung von Tom:

Warum eigentlich Nagelnetzwerk? Waren doch gar keine Nägel…

Klicken vergrößert
[Wir haben die Namen anonymisiert, aber es zeigt sich ein dichter "Bamberg-Cluster" im Zentrum.. :)]
Das Netzwerk nach dem Workshop zeigt nun Verbindungen zwischen allen Knoten. Insofern haben wir also tatsächlich ein neues Netz geschaffen - mal sehen, was in Zukunft noch davon zu erwarten ist. Immerhin war ausnahmslos schlaue Menschen anwesend, die sich in ganz unterschiedlichen Positionen und aus unterschiedlichen Perspektiven mit den Veränderungen im Internet beschäftigen. Herzlichen Dank dafür, dass Ihr alle in Bamberg wart!
[...] Berichte gibt es bereits hier (1|2|3|4|5|6). [...]